Aufstellungen

Wie wird eine Aufstellung durchgeführt ?

Der Klient nimmt mit seinem Anliegen (z.B. er leidet unter ständigen Verlustängsten, oder körperlichen chronischen Symptomen wie Atemnot) Kontakt auf mit dem Aufsteller. Es folgt eine Bestandsaufnahme. In den allermeisten Fällen ist es notwendig und wichtigen einen (formlosen) Stammbaum anzufertigen. In diesem notiert der Klient die wichtigsten Personen und Ereignisse aus seinem Leben und der Eltern- und Großelterngeneration. Wichtig in diesem Sinne sind: z.B. gewaltsamer Tod, schwere Unglücksfälle, Flucht im Krieg, Abtreibungen, Vermögensverlust etc.. Die klassische Form der Familienaufstellung wird dann mit einer Gruppe von Teilnehmern gemeinsam durchgeführt. Aus dieser Gruppe wählt der Klient nun für sich und die für ihn wichtigen Familienmitglieder je einen Repräsentanten aus und stellt sie, seiner Intuition vertrauend, im Raum auf. Nun geschehen Dinge, die bis heute nicht abschließend wissenschaftlich erklärt, aber von tausenden vernünftigen, klar denkenden Menschen als wirklich erfahren worden sind. Etwas, daß ich am ehesten als „wissendes, energetisches Feld“ beschreiben würde, baut sich in dem Raum auf und gibt den einzelnen Stellvertretern die Möglichkeit, das zu fühlen und zu erleben, was derjenige für den sie stehen, fühlen würde oder gefühlt hat. Sie sagen und fühlen Dinge, die in der Familie so gesagt oder gefühlt worden sind, ohne dass sie dies vorher wussten! Sie nehmen z.B. bestimmte Körperhaltungen ein, haben bestimmte Entfernungen, Blickrichtungen oder Zu- und Abneigungen zueinander. All dies zeigt dem Aufsteller, wie die Menschen in der Familie zueinander stehen und wo sie verstrickt sind. Dass Sie verstrickt sind bedeutet, dass sie in der Regel noch mit Vergangenem verbunden sind, Lasten tragen, die eigentlich nicht die Ihren sind, oder sich sonst schwer und unglücklich, gebunden fühlen. Aufgabe des Aufstellers ist es jetzt eine Ordnung zu finden, in der sich die aufgestellten Personen leichter und gelöster fühlen als vorher. Hierzu bedarf es oft lösender Sätze oder auch dass, der Schmerz/Verlust anerkannt wird. (z.b. bei Abtreibungen) Manchmal nimmt er auch weitere Stellvertreter als Personen hinzu, die für das Geschehen von Bedeutung sind.

Brauche ich ein Vorgespräch ?

Ja, ein persönliches Vorgespräch ist wichtig, damit ich ein Gefühl für ihr Anliegen und auch für Sie als Person bekomme. Das Vorgespräch ist oft auch für Sie hilfreich, damit Sie den Kern ihres Anliegens für sich selbst besser verstehen. .

Was geschieht nach der Aufstellung ?

Wichtig ist es, die Aufstellung nicht mental fassen zu wollen und zu vertrauen, dass die BILDER der Aufstellung im Unbewussten weiter arbeiten. Im Alltag können sie diese stärkenden Bilder und Lösungskonstellationen der Aufstellung immer wieder her holen, da der Körper die Aufstellungs-Erfahrung gespeichert hat. Das vertieft die Wirkung der Aufstellung. Manchmal zeigt sich unmittelbar nach der Aufstellung eine Veränderung in der aufgestellten Situation. Bei anderen Aufstellungen dauert es ein paar Monate bis zu einem Jahr, bis eine Veränderung deutlich merkbar ist.

Was kostet eine Aufstellung ?

Die Gebühr für eine Aufstellung in der Gruppe ist 180,- Euro. Das Vorgespräch ist hier mit inbegriffen. Die Gebühr für unterstüztende TeilnehmerInnen ist 10 Euro.

Können Familienaufstellungen etwas aufreissen, mit dem ich dann nicht fertig werde ?

Aufstellungen können manchmal wirklich etwas zeigen, das für die Person stark fordernd ist. Ich habe es aber bisher in über 15 Jahren Erfahrung noch nicht erlebt, dass eine Person das Gesehene nicht halten konnte. In der Regel öffnet sich das Feld nur soweit, wie das Unterbewusstsein des Klienten das Geschehen auch verarbeiten kann. Darüber hinaus ist es mir wichtig, eine Begleitung und Nacharbeit anzubieten. In den Aufstellungen gibt es immer wieder Grenzen, die ich respektiere. Mir ist wichtig, dass Sie selbst den Aufstellungsprozess mit bestimmen. So frage ich nach, wie das Geschehen auf Sie wirkt; Und schaue, ob Sie weiter machen möchten. Sie können die Intensität steuern, in dem Sie den Abstand zur Aufstellung selbst bestimmen und indem Sie wählen, ob Sie selbst in das Aufstellungsbild kommen wollen oder nicht. Und doch braucht es manchmal auch die Konfrontation mit dem eigenen Schatten, um sich ganz dem eigenen Licht und Leuchten zuwenden zu können.

Wenn ich eine Aufstellung machen möchte, wie gehe ich dann vor ?

Sie rufen mich an und sagen mir, was für ein Anliegen Sie haben. Dann klären wir, ob sich das Thema für eine Aufstellung eignet und für welches Setting (Einzel- oder Gruppensetting). Wenn Sie eine Gruppenaufstellung machen wollen, vereinbaren wir einen Termin für das Arbeitsgespräch, in dem wir Ihr Aufstellungsziel und die nächsten Schritte heraus arbeiten. Für die Gruppenaufstellung vereinbaren wir ca. 14 Tage nach dem Arbeitsgespräch einen Termin, damit ich eine geeignete Gruppe für Sie organisieren kann. Beim Aufstellungstermin: Nach einer kurzen Einführung in die Methode stellen Sie Ihr Anliegen auf. Dann setzen Sie sich und sehen dem Geschehen zu. Zum Schluss kommen Sie in das Lösungsbild herein - evtl. auch früher, wenn wichtige Lösungsschritte zu tätigen sind. Wenn Sie wünschen, gibt es ein Nachgespräch, um das Ganze gut in den Alltag zu integrieren.

Ist es besser, wenn ich vorher einmal als unterstützender Repräsentant zu Ihnen komme, oder soll ich gleich aufstellen ?

Es ist empfehlenswert, zuerst unverbindlich bei Aufstellungen von Anderen teilzunehmen, um durch die Beobachtung und Rolleneinnahme Vertrauen in die Methode zu gewinnen. Weiters können Sie dann entscheiden, ob Ihnen meine Art der Leitung entspricht. Manchmal ist ein Anliegen aber schon so dringend, dass es nicht mehr "warten" kann, dann ist es auch möglich, gleich aufzustellen.

Was sind unterstützende TeilnehmerInnen ?

Unterstützende TeilnehmerInnen sind Frauen und Männer, die als StellvertreterInnen für Personen und Elemente in der Aufstellung stehen. Sie nehmen wahr, wie sie auf diesem Platz stehen (fest, wackelig, wie einbetoniert, usw.), wie sich dieser Platz anfühlt (angenehm, unangenehm) und ob sie bestimmte Körpersensationen haben (z.B. ein Wärmegefühl, ein Zittern, ein Ziehen, usw.). weiters können auch Gefühle auftreten (Angst, Wut, Trauer), die leicht oder heftig zu spüren sind. Es ist eine sehr tiefe und lohnende Erfahrung, so als Repräsentant für andere Menschen in einer Aufstellung zu stehen.

Wie gehe ich vor, wenn ich eine Aufstellung machen will ?